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Pastoraler Bistumsprozess in den Seelsorgebereichen gestartet

Foto Workshop
Qualifizierung der Prozessverantwortlichen abgeschlossen
Datum:
Veröffentlicht: 20.6.26
Von:
HA Seelsorge

Bamberg. Zwischen Januar und Juni 2026 durchliefen rund 140 Vertreterinnen und Vertreter der 35 Seelsorgebereiche des Erzbistums eine Qualifizierung für den pastoralen Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“.

Als sogenannte „Prozessverantwortliche“ bekamen sie in drei Workshops Informationen, Tipps, Methoden und Materialien zur Hand, mit deren Hilfe sie nun den Prozess in ihren jeweiligen Seelsorgebereichen eigenständig planen, organisieren und koordinieren können. Das Team der Prozessverantwortlichen setzt sich aus ehrenamtlich Engagierten und pastoralen Mitarbeitenden zusammen.

Ziel des partizipativen Prozesses „Entscheiden und Handeln“ ist es, die Pastoral im Erzbistum und seinen Seelsorgebereichen weiterzuentwickeln und neu auszurichten. Vor Ort sollen eigene pastorale Strategien und kreative Ideen entstehen, wie Kirchesein künftig aussehen und wie Glauben authentisch gelebt werden kann. Es geht unter anderem um Fragen wie:

  • Wozu sind wir als Kirche da?
  • Was machen wir mit Leidenschaft und wofür begeistern wir uns und andere?
  • Was fehlt unserem Umfeld (Quartier, Dorf, Stadt)? Für welche Bedürfnisse der Menschen können wir uns engagieren?
  • Was sind unsere Grundüberzeugungen?
  • Was ist das Besondere, das wir als Kirche in die Welt bringen können?
  • Was kann von uns erwartet werden? Welchen Nutzen versprechen wir den Menschen?

Ausgehend von Überlegungen zu diesen Fragen und von Betrachtungen des Sozialraumes sollen dann ganz konkrete Handlungsmodelle entwickelt und umgesetzt werden, die ermöglichen, dass Menschen mit dem Evangelium in Berührung kommen und dass Glaube vor Ort lebendig bleibt – auch ohne Hauptamtliche: selbstorganisiert, eigenverantwortet, partizipativ, an den Bedürfnissen, Themen und Interessen der Menschen orientiert. Bei der Erarbeitung der Handlungsmodelle ist Kreativität gefragt – vieles ist möglich!

Bei den letzten Qualifizierungstagen war spürbar, dass die Prozessverantwortlichen mit Hoffnung, Elan und Tatkraft in den Prozess starten. Sie wollen „jetzt einfach mal machen“, „ausprobieren“, „experimentieren“ und „loslegen“.

Damit gute Ideen entstehen und die Handlungsmodelle auch in die Tat umgesetzt werden, sind die Prozessverantwortlichen offen für jede und jeden, die/der sich in den Prozess einbringen möchte – ob Interessierte, Engagierte, Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, anderer Konfessionen, der Jugend, der Erwachsenenbildung oder der Kommunen. Alle sind herzlich eingeladen, sich an ihrem jeweiligen Ort aktiv am Prozess zu beteiligen.